Was uns ein bisschen Spucke erzählen kann

Genau wie wir alle unterschiedliche Geschmäcker haben, so haben wir auf Basis unserer Gene unterschiedliche Bedürfnisse. Die Frage ist nur: Woher soll ich denn wissen, wie genau diese Bedürfnisse aussehen?! Yoga und Meditation sind nicht mein Ding. Also musste ich einen anderen Weg finden, um besser mit meinem Körper in Einklang zu kommen und um mich mehr um gesunde Ernährung zu kümmern.

Gesunde Ernährung – Sind Bücher die Lösung?

Ich begann im Online-Buchladen meines Vertrauens zu stöbern und stieß dabei auf Werke wie „The 4-Hour Body“, „The Plant Paradox“, „The 22 Day Revolution“ – von Professoren wie Tim Noakes bis hin zu Superstars wie Beyonce. Jeder Autor schien eine Meinung darüber zu haben, wie ich mich um meinen Körper am besten zu kümmern habe. Da brennen mir jetzt noch die Augen. Von den Titeln nicht gerade angezogen, gab ich ein paar ausgewählten Stücken doch eine Chance und begann zu lesen.

Während Beyonce auf eine auf Pflanzen basierte Ernährung schwört, verspricht Leanne Vogel, dass eine Ernährung mit viel Fett aber wenig Kohlenhydraten das Beste für uns sei. Andere wiederum sind der Meinung das Gluten die Quelle alles Bösen sind. Als große Burger-Enthusiastin, schien mir keiner dieser Vorschläge besonders überzeugend und ich dachte mir: „Irgendwie muss es doch einen Weg geben einen gesunden, fitten Körper zu haben, ohne auf all die guten Dinge im Leben zu verzichten?“.

„Irgendwie muss es doch einen Weg geben einen gesunden, fitten Körper zu haben, ohne auf all die guten Dinge im Leben zu verzichten?“

Das war der Moment, als es auf einmal Klick machte. „Hey!“, dachte ich mir, als ich ganz gelangweilt auf meinen Finger starrte und die Rillen auf meinem Daumen betrachtete. „Wenn wir alle einen einzigartigen Fingerabdruck haben, kann es doch nicht sein, dass wir alle gleich auf die unterschiedlichen Diäten reagieren?!“. Nachdem ich mich etwas mehr in das Thema „nutritional genomics“ eingelesen hatte, stellte ich fest, dass ich mit meiner Vermutung in der Tat richtig lag.

Unsere Bedürfnisse – So unterschiedlich wie der Fingerabdruck

Das Norwich Institute of Food Research bestätigt, dass inter-individuelle genetische Variationen eine wichtige Rolle bei unseren unterschiedlichen Vitaminbedürfnissen spielen. Eine Twin-Study zwischen der Dr. Arkadianos Klinik in Athen und des King’s College in London studierte 93 Patienten über 300 Tage lang und zeigte, dass nutri-genetisch personalisierte Diäten nicht nur zu besseren Durchhaltevermögen führten, sondern auch zu lang-anhaltenderen BMI-Reduktionen sowie Verbesserungen in den Blutglukose Levels. Eine weitere Studie im International Journal of Epidemiology fand heraus, dass das Angebot von personalisierten Ernährungsinformationen basierend auf Diät, Lebensstil und Genotyp, zu größeren und langanhaltenderen Veränderung im Diätverhalten führte als konventionelle Methoden.

„Wenn wir alle einen einzigartigen Fingerabdruck haben, kann es doch nicht sein, dass wir alle gleich auf unterschiedliche Diäten reagieren?!“

Sofort überzeugt von der Möglichkeit abzunehmen und mich gesund zu ernähren, während ich weiterhin Burger essen kann, machte ich also meinen ersten DNA-Test. Schnell ging dann alles und innerhalb von zwei Wochen hatte ich ein detailliertes Büchlein über mich selbst (Oh, tat das meinem Ego gut). Noch größer war die Freude als sich letzten Endes herausstellte, dass ich in der Tat Burger weiterhin (und diesmal frei von Schuldgefühlen) genießen konnte. Was uns ein bisschen Spucke erzählen kann…

DNA for ME bedankt sich bei Johanna D., Jungunternehmerin aus Salzburg.

Quellen/Studien:

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