Antioxidantien und ihre Bedeutung

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Wird Energie im Körper umgewandelt, entstehen in den Zellen sogenannte freie Radikale. Das sind die kleinen aggressiven Substanzen, die ihre Umgebung in Form einer Kettenreaktion zerstören. Der Körper muss schnell handeln und diese neutralisieren. Wenn das Gleichgewicht zwischen Entstehung und Neutralisierung dieser Substanzen außer Kontrolle gerät, spricht man von oxidativem Stress, einer der Ursachen für das Altern von Körper und Haut. Um dem entgegenzuwirken, benötigen wir Antioxidantien. 

Um die Aufgabe und Funktionsweise von Antioxidantien zu verstehen, beginnen wir ganz von vorne. Lassen Sie uns mit den freien Radikalen beginnen. Aus der Einleitung wissen wir bereits, dass freie Radikale in größerer Menge schlecht für unseren Körper sind. Doch warum ist das so?

Was sind freie Radikale?

Bei freien Radikalen handelt es sich um Stoffwechselprodukte, die natürlicherweise in unserem Körper vorkommen. Sie sind auch ein natürliches Nebenprodukt normaler Prozesse in den Zellen. Normalerweise herrscht im Körper ein gesundes Gleichgewicht zwischen Entstehung und Abbau freier Radikale. Problematisch wird es erst, wenn zu viele freie Radikale im Körper gebildet werden.

Das geschieht beispielsweise, wenn sich der Mensch zu vielen Schadstoffen aussetzt.

Zu diesen Schadstoffen zählen

  • schädliche Umwelteinflüsse
  • UV-Strahlung
  • Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Alkohol, Chemikalien oder Medikamente  und chronischer Stress

Sie alle können die Produktion von freien Radikalen erhöhen.

🛈 Ein Blick in die Chemie

Freie Radikale sind Moleküle, denen immer ein Elektron fehlt. Sie sind ständig damit beschäftigt, das fehlende Elektron wieder aufzufüllen. Das heißt, sie entreißen anderen Molekülverbindungen ihr Elektron und verändern diese ebenfalls zu freien Radikalen. Durch Schäden an verschiedensten Körperzellen, schafft es der Körper, sich immer weniger von diesen Schäden zu erholen.

 

🛈 Ein Blick in die Chemie

Freie Radikale sind Moleküle, denen immer ein Elektron fehlt. Sie sind ständig damit beschäftigt, das fehlende Elektron wieder aufzufüllen. Das heißt, sie entreißen anderen Molekülverbindungen ihr Elektron und verändern diese ebenfalls zu freien Radikalen. Durch Schäden an verschiedensten Körperzellen, schafft es der Körper, sich immer weniger von diesen Schäden zu erholen.

Nicht alle freien Radikale sind per se schlecht. Bekämpft Ihr Immunsystem beispielsweise gerade Eindringlinge, setzt der dabei verwendete Sauerstoff eine ganze Armee freier Radikale frei, die Viren, Bakterien und geschädigte Körperzellen zerstören.

Ist nun aber die Konzentration im Körper zu hoch, entsteht oxidativer Stress. Oxidation ist ein chemischer Prozess, der beim Abbau von Schadstoffen stattfindet. Dieser Prozess kann unsere Zellen, Proteine und unsere Erbsubstanz schädigen. Das geschieht, wenn mehr freie Radikale als Antioxidantien im Umlauf sind.

Freie Radikale sind dafür bekannt, eine Reihe von gesundheitlichen Beeinträchtigungen sowie chronische und degenerative Krankheiten auszulösen, wie

Herz-Kreislauferkrankungen

altersbedingte Makuladegeneration

Sehrstörungen / Augenleiden

Parkinson

beschleunigte Hautalterung

Diabetes

Übergewicht

Alzheimer

 

Asthma

Krebs

Haarausfall

uvm.

Welche Rolle spielen Antioxidantien?

Der Körper hat ein System, diese freien Radikale zu neutralisieren und unschädlich zu machen. Hier kommen die Antioxidantien ins Spiel. Im Gegensatz zu freien Radikalen haben Antioxidantien immer ein Elektron zu viel. Sie sind gewissermaßen ein Schutzschild, die durch Abgabe eines Elektrons, die freien Radikale neutralisieren.

Dieser Schutz wird von mehreren Genen kontrolliert. Häufig vorkommende Genvariationen können diese Funktion jedoch stören und oxidativen Stress erhöhen. Manchen Menschen fehlt der Schutz gegen diese Substanzen. Wenn diese Gene defekt sind, benötigt der Körper größere Mengen an Radikalfängern wie Beta-Carotin, Vitamin C, Vitamin E und Acetylcystein. Deshalb ist es für Träger dieses Gendefekts wichtig, von ihrem erhöhten Risiko zu wissen, damit die Einnahme von Risikofängern , den Antioxidantien, erhöht werden kann.

oxidativer Stress und die Auswirkung auf die Gene - bildlich dargestellt

Neben möglichen Gendefekten, spielen aber auch bestimmte Lebensstilfaktoren und die Aussetzung schädlicher Umwelteinflüssen eine wichtige Rolle.

Darunter fallen:

    • Tabakrauch
    • Luftverschmutzung
    • Vermehrter Alkoholkonsum
    • Übermäßiger Stress
    • Bakterielle oder Virale Infektionen
    • Exzessiver Aussetzung von UV-Strahlung (Solarium)
    • Mangel an Antioxidantien

 Wo sind Antioxidantien enthalten und wie wirken Sie auf Ihren Körper?

Antioxidantien lassen sich über unsere tägliche Ernährung abdecken. Besonders reich an Antioxidantien sind Obst, Gemüse und andere pflanzenbasierten Nahrungsmittel. Dazu zählen Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Zu den nennenswerten Vitaminen gehören A, C, E, Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A) und Provitamin A. Auch Mineralstoffe wie Zink, Selen, Magnesium und Kupfer sind starke Antioxidantien. Genauso wie die antioxidativ wirkenden Aminosäuren Methionin, L-Glutathion, L-Cystein, Taurin.

Vorteile von Antioxidantien anhand von Grafik erklärt

Der schnellste und einfachste Weg herauszufinden, ob man einen erhöhten Bedarf an Antioxidantien hat, ist ein DNA Test. Durch eine einfach Speichelprobe erfahren Sie, wie Ihr Körper mit freien Radikalen umgeht, ob ein erhöhtes Risiko für Oxidativen Stress besteht und wie Ihre genetische Veranlagung Ihren Bedarf an Antioxidantien beeinflusst.

 

Der schnellste und einfachste Weg herauszufinden, ob man einen erhöhten Bedarf an Antioxidantien hat, ist ein DNA Test. Durch eine einfach Speichelprobe erfahren Sie, wie Ihr Körper mit freien Radikalen umgeht, ob ein erhöhtes Risiko für Oxidativen Stress besteht und wie Ihre genetische Veranlagung Ihren Bedarf an Antioxidantien beeinflusst.

Literaturverzeichnis:

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