Die Geschichte vom versteckten Vitamin-D Mangel

Genauso wie wir alle ganz unterschiedliche Geschmäcker und Vorlieben haben, so unterscheiden sich auch unsere körperlichen Bedürfnisse von Person zu Person – und das ganz besonders im Bereich der Ernährung. 

Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente spielen eine wichtige Rolle in unserem Körper – sie fördern das Zellwachstum, sie unterstützen unser Immunsystem und spenden uns Energie. Im vergangenen Jahr hat die weltweite Covid-Pandemie unser Immunsystem ganz besonders auf die Probe gestellt und gezielte Nahrungsergänzung durch gesundheitsfördernde Mikronährstoffe in den Vordergrund unserer Gedanken gerückt. 

Sind vielleicht auch Sie schon mal grübelnd vor dem Apotheker-Regal gestanden und haben sich gefragt, welche der zigfachen Vitaminpräparate denn jetzt eigentlich am sinnvollsten für Sie sind? Vitamin-D soll ja bekanntlich sehr wichtig sein und Vitamin-C unterstützt das Immunsystem … oder?!

Ganz so einfach ist es leider nicht. Wir sind nämlich alle ganz unterschiedlich und haben daher auch einen individuellen Bedarf an Mikronährstoffen wie Vitamin-D und Vitamin-C. Die Standardempfehlung in der Packungsbeilage passt daher bei den wenigsten von uns!

„Na gut …“, denken Sie sich, „… dann lasse ich halt einfach ein professionelles Blutbild machen – da steht dann schon drinnen, was ich brauche!“

… Leider wieder nicht ganz. In den nächsten Zeilen erklären wir Ihnen wieso selbst ein ärztlich durchgeführtes Blutbild für die optimale Bedarfsermittlung oftmals nicht ausreicht und nur ein Einblick in Ihre Genetik das komplette Bild gewähren kann.

Die Geschichte vom versteckten Vitamin-D Mangel

Vitamin-D gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine. Es ist ein Secosteroid und spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulierung des Kalzium-Spiegels in unserem Blut und dem damit verbundenen Knochenaufbau. Ein Vitamin-D Mangel kann mittelfristig zu Rachitis und Osteoporose führen (Osteoporose Zentrum München, 2021). Auch wird ein dauerhafter Vitamin-D Mangel als Ursache für verschiedene Krebsarten angesehen.

Das Gute ist, dass der Körper selbst Vitamin-D produzieren kann. Für eine ausreichende Versorgung mit Vitamin-D ist allerdings eine angemessene Sonnen- bzw. UV-B-Bestrahlung oder eine förderliche Ernährung notwendig. In der Nahrung ist Vitamin D unter anderem in Fettfischen (beispielsweise Lachs, Thunfisch, Makrele) oder auch in Milch vorhanden. Sollte zu wenig Vitamin D produziert werden, so ist eine zusätzliche Supplementierung möglich bzw. notwendig.

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin-D ist also wichtig für unsere langfristige Gesundheit. Wie lässt sich nun aber Ihr individueller Bedarf ermitteln?

Der übliche Weg ist über eine Blutabnahme beim Arzt – aber Achtung! Misst man bei einer Blutabnahme den Vitamin-D Gehalt, so kann dieser im empfohlenen Normalbereich liegen und dennoch ein Mangel vorliegen. Der Grund liegt darin, dass für die Aufnahme von Vitamin-D sogenannte Rezeptoren notwendig sind. Diese Rezeptoren haben zwei Greifarme mit denen Vitamin D erfasst wird und so in die Zelle gelangt. Verantwortlich für die Ausbildung dieser Rezeptoren ist das VDR Gen. Ist das VDR Gen “defekt”, so wird bei den Rezeptoren anstelle von zwei Greifarmen nur ein Greifarm ausgebildet und das Vitamin kann schlechter in die Zellen transportiert werden. Studien haben allerdings gezeigt, dass in solchen Fällen eine deutliche Erhöhung über den allgemein empfohlenen Vitamin-D Level diesen Mangel ausgleichen kann (siehe Santos et al, 2012 und Zaki et al, 2017).

Wie Sie sehen, bietet Nutrigenetik und das Wissen über unsere individuelle, genetische Veranlagung nicht nur wertvolle Einblicke dazu, welche Lebensmittelbestandteile gesünder oder womöglich ungesünder für uns sind, sondern ist außerdem in einigen Fällen der einzige Weg, unsere tatsächlichen körperlichen Gegebenheiten vollständig und von Grund auf zu verstehen. 

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Referenzen: 

Osteoporose Zentrum München. 2021. Calcium und Vitamin D, zentrale Rolle im Knochenstoffwechsel, Knochenmasseverlust, Gipfelknochenmasse, Rachitis. [online] Available at: <https://www.osteoporosezentrum.de/calcium-und-vitamin-d-zentrale-rolle-im-knochenstoffwechsel-knochenmasseverlust-gipfelknochenmasse-rachitis/> [Accessed 29 July 2021].

Santos, B., Mascarenhas, L., Satler, F., Boguszewski, M. and Spritzer, P., 2012. Vitamin D deficiency in girls from South Brazil: a cross-sectional study on prevalence and association with vitamin D receptor gene variants. [online] BMC Pediatrics. Available at: <https://bmcpediatr.biomedcentral.com/articles/10.1186/1471-2431-12-62> [Accessed 13 July 2021].

Zaki, M., Kamal, S., Basha, W., Youness, E., Ezzat, W., El-Bassyouni, H. and Amr, K., 2017. Association of vitamin D receptor gene polymorphism (VDR) with vitamin D deficiency, metabolic and inflammatory markers in Egyptian obese women. [online] Science Direct. Available at: <https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2352304217300405> [Accessed 13 July 2021].

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